Archive for the ‘Karriereberatung’ Category

Gefangen in der eigenen Intelligenz

Thursday, March 4th, 2010

Eine Auflistung von weit verbreiteten Karrierefallen, in die insbesondere intelligente Leute häufig laufen.  Der Beitrag geht auch auf Ursachen ein:

they are unwilling to explore themselves enough to see an individual course

Und was die Designstrategen über die Schule schreiben, lässt bei mir die Glocken der Wahrheit leuten:

Smart people are good at school, and so they are tempted to stay in school their whole lives. The problem with this is that for most academics, they get into a spiral of irrelevance and isolation from the rest of the world.

und

They leave school thinking that the way to be useful and show your smarts is to point out why things won’t work, rather than using some of those smart to find a way forward.

Auch in den Kommentaren wird etwas Richtiges gesagt:

Idle hands
Smart people are most comfortable up in their heads. So they often neglect learning how to do actual things – fix a bike, code a web page, kern type, build a desk, grow a tomato – for themselves. They see it as something some trade school type can do

Sich für den Job bewerben und die Facebook-Dummheit

Saturday, September 12th, 2009

Was tun, wenn im Bewerbungsgespräch Facebook (oder halt andere Social Networks) zur Sprache gebracht werden? Es soll schon vorgekommen* sein, daß als privat angesehene Profile dann doch bei der Entscheidung, wer den Job nun bekommt “behilflich” waren. Darf ein Personaler die Sichtung eines Facebook-Profiles verlangen? Wie dumm sind die wirklich? Oder sollte man lieber gar nicht weiter mit so einer Firma verhandeln?

Die digitale Elite hat sich dazu fortschrittliche Gedanken gemacht. Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach beschreibt ganz richtig die sachzwänglichen Ursache-Wirkungsverhältnisse in einer Zusammenfassung des aktuellen Spielstandes. Guy Kawasaki bietet eine Anleitung, wie man sein Facebook-Profil im Bewerbungsgespräch für sich arbeiten lässt.

Klar ist: wenn ein Unternehmen sich in die “soziale” Sphäre einmischt, kann der Schuß auch nach hinten los gehen. Personaler sollten sich überlegen was sie da tun oder lassen.

Im Vorlauf von Guy’s Stück ist mir ein Hinweis auf die andere Seite der Medaille ins Auge gesprungen. Zu dem Fall, daß man gar kein Facebook-Profil aufweist, gibt er zu bedenken:

recruiters may already think that a candidate who doesn’t have a profile is hiding something, disconnected, or clueless.

Schauen wir uns dieses eine “clueless” am Schluß noch mal genau an. Wenn ein Bewerber also kein Facebook-Profil hat, dann so die Vermutung, wird der Personaler ihn möglicherweise als “clueless” einstufen.

Wieso “clueless”? Warum nicht schlau? Like in “wait a minute..”. Vielleicht weiß der Bewerber ja etwas. Vielleicht hat der sich dabei ja was gedacht? Aber nein, wenn jemand nicht macht was alle machen, dann kann er ja nur dumm sein. Offensichtlich geht Kawasaki vom Vorhandensein dieses Denkens aus.

Da wird ein möglicherweise positives Merkmal automatisch als Negativeigenschaft angesehen.

Und Dummheit nach genau diesem Schema habe ich in unzähligen beruflichen (und privaten) Situationen mit ansehen dürfen. Meine interne Frage war immer die gleiche: “Really?”.

* Aus dem verlinkten Artikel:”Hiring managers I’ve talked to all do this[...]“.